Dienstag, 27. September 2016

Neues Stamm-Kaffeehaus in Pankow gesucht

Wir sind wirklich gern unterwegs. 
Es war einmal ein kleines Kaffeehaus im Norden von Berlin. Es war hip, aber nicht ganz hip. Zentral, aber nicht ganz zentral. Und mein Stammcafé in meiner ersten Schwangerschaft. Sie hatten vegetarische Suppe, gute Kuchen, der Kaffee war ok und die Tatsache, dass es nahe an meinem Frauenarzt war, gab ihm zusätzliche Attraktivität.

Ich liebe Kaffeehäuser und hab gerne drei bis vier Stammhäuser. Regelmässig. Auch am Wochenende mit Mann und manchmal sogar mit Hund.

Kurz nach der Geburt meines Sohnes war ich wild entschlossen das Stammcafé zu halten.

Aber wie soll ich es nur sagen? Es holpert so ein bisschen. Toilette gibt es keine, missmutig erlaubte man mir, meinen Sohn auf der Personaltoilette zu wickeln. Als meine Freundin dort aufs Klo gehen wollte, wanderten die Mundwinkel noch eine Etage tiefer. Wie bei einer netten Tante, die plötzlich unerwartet grantig wurde, schämte ich mich ein bisschen.

Aber na ja, jeder kann einen schlechten Tag haben: Zwei Wochen später wurde das Hundeverbot eingeführt und groß auf der Facebook-Seite verkündet. Unsere Besuche dort wurden noch ein bisschen weniger.

Vor Kurzem war ich wieder dort. Nur ich und das Mädchen. Mit dem Kinderwagen. Der Eingang war nicht leicht. Drei Stufen waren zu erklimmen. Ein Gast hatte Mitleid und half. Kuchen wollten wir mitnehmen.

Muster für etwas Gutes. 
Da sprang der Besitzer hervor: "Das mit dem Kinderwagen, muss das denn sein?" "Hm. Ja. Eigentlich muss das schon sein. Darf man bei Euch jetzt wieder ein bisschen weniger?" Es gibt keinen Platz murmelt er durch das halbleere Lokal. "Wir wollen ja eigentlich nur was mitnehmen." "Na gut, das sei dann mal ok."

Der nette Stammgast hatte schnellverstanden, dass ich irgendwie auch keinen Kuchen zum Mitnehmen haben will, und half mir wortlos die Treppe runter

Nun haben wir also wieder ein Stammcafé weniger. Wir könnten jetzt natürlich gemeinsam drüber schimpfen, wie doof das ist. Und das Lokale kinderfreundlich sein müssen. Und serviceorientiert. Müssen sie nicht zwingend, aber wenn sie jeden Monat ein Stückchen davon runterschrauben, muss der Kuchen schon verdammt gut sein, dass es sich lohnt.

Gut ist er, so gut aber auch wieder nicht.

Nun suche ich also mal wieder Kaffeehaus-Tipps im Norden von Berlin: Und ja kinderfreundlich und serviceorientiert wäre schon nett. Und der Kuchen, der Kuchen der muss schon richtig gut sein.


Sonntag, 25. September 2016

Doppelte Elternzeit: Adé. Herrliches Herbswetter: Hallo / Unser Wochenende in Bildern vom 23. bis 25.09.2016

Die doppelte Elternzeit ging vergangene Woche zu Ende und dann kam da auch noch dieser goldene Spätherbst nach Berlin.

Das Wetter zwingt uns förmlich in den Garten: Einer von uns ist sogar fleißig. 
Charlotte Link hat übrigens eine Novelle geschrieben. Zumindest denke ich, dass das eine sein soll: Empfehlen kann ich sie allerdings eher nicht. 
Am Samstag bin ich die einzige Erwachsene im Haus: Das haben wir diese Woche ja schon ein bisschen geübt. (Ende der doppelten Elternzeit: Verweis Nummer 287) Wir lesen zum Beispiel Disney-Bücher aus den 90ern. 
Und am Samstag mache ich erstmals einen Ausflug mit beiden Kleinen: Juhu. 
Am Sonntag wollen wir es gemütlich angehen. 
Bis zum Kuchen passiert in erster Linie Haushaltskram: Deshalb keine Bilder. 
Am Nachmittag fahren wir in den Wald. 
Die Jungs gehen voran. 
Die Sonne zeigt sich. 
Und Abendlektüre gibt es auch noch. 
Und wie war Euer Wochenende so: Auch so begeistert vom Wetter??

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen
Sonntag, 18. September 2016

Kulturkaufhaus und Kommunalwahlen in Berlin / Unser Wochenende in Bildern vom 17.+18.09.2016

Unser normales samstägliches Kulturprogramm wollten wir dieses Mal zum ersten Mal zu Viert durchziehen. Beim Frühstück merkte der Sohn bereits an, dass er gerne ins Kaffeehaus möchte. Von wem er das wohl hat? 

Der erste Weg führte uns ins Kulturkaufhaus. Dort gibt es auch eine Kinderspielecke. 
Bei den Ratgebern liegt das Buch von Geborgen wachsen. Sehr lesenswert, ich habe es bereits an anderer Stelle empfohlen
Wir kaufen ein Kinderbuch: Es geht um Fahrzeuge. 
Mittags hängen wir im Kaffeehaus des Kulturhauses ab: Das geht auch zu Viert ganz gut. Nur für mehr Fotos hatten wir keine Kapazitäten mehr. 
Wieder zuhause machen wir es uns gemütlich. In wenigen Tagen endet unsere gemeinsame Elternzeit
Abends gibt es das weltbeste Milchprodukt. (Keine Werbung: Falls Ihr es ausprobieren wollt: Geht zu Netto!)
In Berlin sind am Sonntag wahlen. Wir gehen auch. Ich darf nur ein Kreuzchen machen. Sieht man mir gar nicht an, dass ich nicht alle drei machen darf, meint eine Wahlhelferin. Was sie wohl denkt, wie Ausländer 2016 aussehen sollen? Ich frage lieber nicht nach. Auch beim Abgeben des Stimmzettels kann man es kaum glauben, und fragt noch mal machen, ob ich denn dann EU-Bürgerin sei. 
Im Briefkasten lag diese Tage auch eine Postkarte von unserer lieben nach Schweden ausgewanderten Freundin. 
Immer ist mir noch ein bisschen nach flauschiger Literatur: dieses Mal Nora Roberts. Aber ich hab am Samstag auch das neue Buch von Katja Lange-Müller gekauft, das kommt als Nächstes. 
Mein Mädchen trägt heute die Jungsklamotten vom Bruder. 
Dafür trägt der große Bruder lila und freut sich über den Kuchen mit dem uns Freunde am Sonntagnachmittag besuchen.

Nun warten wir auf die endgültigen Ergebnisse der Berliner Wahl und auf den Lieferdienst der uns Sushi bringt.

Und wie habt ihr das erste herbstliche Wochenende so verbracht, oder ist bei Euch etwa noch Sommer?

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen